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Ratgeber · Gebäudesicherheit

Einbruchschutz bei Abwesenheit: Was vor dem Urlaub zählt

Wie Sie Ihr Zuhause schützen, wenn Sie länger weg sind: was die Polizei zu Fenstern, Türen, Schlüsseln und Nachbarn rät und wie Technik dabei hilft.

Von Niklas Scherhaufer & Ivan BeregovojStand: 3 Min. Lesezeit

Dieser Artikel ist nur auf Deutsch verfügbar.

Kurz gesagt
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit verschließen. Gekippte Fenster gelten als offen.
  • Die Haustür nicht nur ins Schloss ziehen, sondern zweifach abschließen. Schlüssel nie draußen deponieren.
  • Ein voller Briefkasten verrät Abwesenheit. Nachbarn können ihn leeren.
  • Alarmanlage und Kamera melden aufs Handy, was zu Hause passiert, auch wenn Sie weit weg sind.

Fenster und Türen: die häufigsten Schwachstellen

Die Polizei ist hier deutlich: Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit. Gekippte Fenster sind offene Fenster und für Einbrecher leicht zu öffnen. Ziehen Sie die Haustür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie immer zweifach ab.

Schlüssel gehören nicht unter die Fußmatte

Deponieren Sie Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen. Bei einer Tür mit Glasfüllung sollte der Schlüssel nicht innen stecken. Ist ein Schlüssel verloren gegangen, rät die Polizei, den Schließzylinder umgehend zu wechseln. Mit elektronischem Zutritt sperren Sie stattdessen nur das verlorene Medium.

Ein bewohntes Haus wirkt weniger interessant

Ein überquellender Briefkasten zeigt, dass niemand da ist. Bitten Sie Nachbarn, ihn zu leeren. Die Polizei empfiehlt, Rollläden zur Nachtzeit und möglichst nicht tagsüber zu schließen: Dauerhaft geschlossene Rollläden sind ein ebenso deutliches Zeichen. Zeitschaltuhren für Licht oder Rollläden können helfen, einen normalen Tagesablauf zu zeigen.

Aufmerksame Nachbarn

Gute Nachbarschaft ist einer der wirksamsten Schutzfaktoren. Achten Sie bewusst auf verdächtige Situationen, und rufen Sie bei Gefahr sofort die Polizei über den Notruf 110. Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos, sondern zeigen Sie Fremden gegenüber ein gesundes Misstrauen.

Was Technik zusätzlich leistet

Mechanische Sicherung kommt zuerst, eine Alarmanlage ergänzt sie. Öffnungsmelder an Türen und Fenstern melden schon den Versuch, eine Kamera zeigt Ihnen per App, was passiert, und eine Video-Türsprechanlage lässt Sie mit dem Paketboten sprechen, als wären Sie zu Hause. Legen Sie vorher fest, wer eine Meldung bekommt, wenn Sie selbst nicht reagieren können.

Checkliste

  • Alle Fenster geschlossen, keines gekippt
  • Haustür zweifach abgeschlossen
  • Kein Schlüssel draußen versteckt
  • Briefkasten wird geleert
  • Licht oder Rollläden per Zeitschaltuhr
  • Alarmierung festgelegt: wer reagiert?

Häufige Fragen

Soll ich im Urlaub die Rollläden ganz unten lassen?

Die Polizei empfiehlt, Rollläden nachts zu schließen und tagsüber möglichst nicht. Dauerhaft geschlossene Rollläden zeigen, dass niemand da ist. Eine Zeitschaltuhr übernimmt das automatisch.

Hilft eine Kamera gegen Einbruch?

Eine Kamera verhindert allein keinen Einbruch, sie zeigt aber, was passiert, und kann abschrecken. Am besten wirkt sie zusammen mit mechanischer Sicherung und einer Alarmanlage.

Quellen

  1. Polizeiliche Kriminalprävention (K-EINBRUCH): Einbruchschutz beginnt beim eigenen Verhalten
  2. Polizeiliche Kriminalprävention (K-EINBRUCH): Alarmanlagen, Checkliste

Stand 1. Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Fördermittelberatung. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die verlinkten Quellen in ihrer jeweils aktuellen Fassung.