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Ratgeber · Gebäudesicherheit

Überwachungskamera sicher einrichten: Passwort, Updates, Cloud

Was das BSI für smarte Überwachungskameras empfiehlt: Standardpasswort ändern, Updates einspielen, Fernzugriff nur bei Bedarf und worauf Sie bei Cloud-Speicher achten sollten.

Von Niklas Scherhaufer & Ivan BeregovojStand: 3 Min. Lesezeit

Dieser Artikel ist nur auf Deutsch verfügbar.

Kurz gesagt
  • Das Standardpasswort sofort ändern und ein starkes, eigenes Passwort nutzen. Wenn möglich mit Zwei-Faktor-Anmeldung.
  • Sicherheitsupdates des Herstellers regelmäßig und zeitnah einspielen, am besten automatisch.
  • Ohne Bedarf für Zugriff von unterwegs: Kamera nur im lokalen Heimnetz betreiben.
  • Bei Cloud-Speicher hat der Anbieter die Kontrolle über die Aufnahmen. Lokale Speicherung im Rekorder ist eine Alternative.

Das Standardpasswort ist das erste Einfallstor

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät: Ändern Sie das Standardpasswort des Geräts. Verwenden Sie ein starkes Passwort, das Sie noch nicht für andere Geräte, Anwendungen oder Webseiten nutzen. Sofern verfügbar, nutzen Sie eine Zwei-Faktor-Authentisierung.

Updates sind Sicherheit

Versorgen Sie die Kamera regelmäßig und zeitnah mit Sicherheitsupdates des Herstellers, wenn möglich automatisch. Fragen Sie schon vor dem Kauf, wie lange der Hersteller Updates für das Gerät bereitstellt.

Fernzugriff nur, wenn Sie ihn brauchen

Ist ein Zugriff von unterwegs nicht notwendig, empfiehlt das BSI, die Kamera ausschließlich mit dem lokalen Heimnetzwerk zu verbinden. Wer Kameras und andere Smart-Home-Geräte von unterwegs nutzt, kann dafür ein eigenes Netzwerk einrichten, getrennt von Computer und Smartphone.

Cloud oder Rekorder?

Viele smarte Kameras speichern in der Cloud des Herstellers. Dann übernimmt der Cloud-Betreiber Wartung und Verwaltung, hat aber auch die Kontrolle über die gespeicherten Daten. Achten Sie darauf, dass Bilder verschlüsselt übertragen werden. Eine Alternative ist ein Rekorder (NVR) im eigenen Haus: Die Aufnahmen bleiben bei Ihnen, der Zugriff von unterwegs wird gesondert und abgesichert eingerichtet.

Blickfeld mit Bedacht wählen

Auch das BSI rät, den sichtbaren Bildausschnitt mit Bedacht zu wählen. Das schützt die Privatsphäre anderer und hilft, die Regeln zur Videoüberwachung einzuhalten (mehr dazu im Artikel zur Videoüberwachung am eigenen Haus).

Checkliste

  • Standardpasswort geändert, eigenes starkes Passwort
  • Zwei-Faktor-Anmeldung aktiv, wenn möglich
  • Automatische Updates eingeschaltet
  • Fernzugriff nur bei Bedarf, abgesichert
  • Speicherort bewusst gewählt: Cloud oder Rekorder
  • Bildausschnitt auf eigene Flächen begrenzt

Häufige Fragen

Ist eine Cloud-Kamera unsicher?

Nicht grundsätzlich. Entscheidend sind verschlüsselte Übertragung, ein starkes Passwort, Updates und ein Anbieter, dem Sie die Aufnahmen anvertrauen wollen.

Richten Sie das bei der Montage ein?

Ja. Wir vergeben eigene Zugänge, schalten Updates ein und richten den Fernzugriff abgesichert ein. Zugangsdaten übergeben wir getrennt und nicht in offenen Notizen.

Quellen

  1. BSI: Smarte Überwachungskamera, so nutzen Sie die Schutzvorkehrung sicher

Stand 1. Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Fördermittelberatung. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die verlinkten Quellen in ihrer jeweils aktuellen Fassung.